Cerro Torre als Plan B


Nach einer Woche Grippe bin ich gerade rechtzeitig auf das nächste Wetterfenster fit geworden. Doch der Wetterbericht war nicht ganz eindeutig, kein Wind aber Niederschläge mit relativ geringem Luftdruck. Wir konnten uns nicht einigen und so ging ich mit den beiden Italienern Luca und Luca sowie Pascal an den Cerro Torre. Klettern mit Eisgeräten und Bergschuhen schien bei den angekündigten Wetterbedingungen die bessere Wahl. Und in der Tat war es sehr windig und es schneite während unserem zweitägigen Zustieg zm Circo de los Altares am rückseitigen Fusse des Berges. Unser Ziel war die Ragni Route in der Westwand. Die einfachste und logischste Linie des Cerro Torre. Die ersten 1000m sind nicht schwer, einige kombinerte Seillängen und steile Firnhänge. Doch wegen dem starkem Wind und ständigem Schneefall auch nicht super einfach. Wir stellen das Zelt in einem grossen Bergschrund auf. Am nächsten Tag starten wir erneut bei Schneefall und starkem Wind. Schon fast wollten wir umkehren, da lässt der Wind endlich nach. Es folgen traumhafte Seillängen durch Eis, senkrechten Schnee und etwas kombiniertem Gelände. Einige Tunnels durch die riesigen Schneepilze erleichtern den Aufstieg. Nach 12 Stunden stehen wir auf dem Gipfel. Das Abseilen braucht viel Zeit weil wir zu viert sind. Die folgenden zwei Tage beschäftigen uns mit dem Rückmarsch über den Passo del Viento.
Eine unglaubliche Reise die uns über das patagonische Inlandeis zu einem der schwierigsten Gipfeln gebracht hat.

Versuch an der Fitz Roy Ostwand

Ende Januar kehrte ich der Eisklettersaison schweren Herzens den Rücken und wechselte zum patagonischen Sommer. Grosse Freude bereitet mir mein Wiedersehen mit den italienischen Freunden Matteo und Luca. Am Tag der Ankunft in El Chalten packten wir sogleich die Säcke denn am nächsten Tag kündigte sich ein Wetterfenster an.

Unser Ziel ist die erste Wiederholung des Pilar Este in der Fitz Roy Ostwand. Diese Route wartet seit 40 Jahren auf die erste Wiederholung. Die Ostwand des Fitz Roys ist mit ihren 1400m Höhe eine der höchsten Bigwalls der Erde.

Der Zustieg zum Passo Superior, dem Ausgangspunkt für die Kletterei, ist lang und steil. Nach 6 Stunden sind wir dort und packen unsere Säcke für die Wand. Am nächsten Morgen um 06:00 starten wir die Kletterei. Der Bergschrund ist schnell überwunden und nach drei Seillängen tauschen wir Steigeisen mit Kletterschuhen. Um Zeit zu sparen klettert immer nur Matteo oder ich im Vorstieg. Luca und Pascal folgen mit den Steigklemmen und ziehen die schweren Materialsäcke nach. Leider geht es mir immer schlechter und bis am Abend habe ich Fieber und Schüttelfrost. Deshalb kann ich leider nicht viel helfen. Meine Hilfe beim Vorsteigen wäre umso wichtiger, weil viele Risse vereist sind undeine starke Psyche erfordern. Wir biwakieren zu dritt im Portaldedge und Matteo übernachtet in einer Hängematte. Am nächsten Tag bleibe ich alleine im Portaledge zurück. Fieberfantasien und Gliederschmerzen quälen mich. Die anderen klettern einige Seillängen weiter um diesen Wandteil zu erkunden. Nach einer weiteren Nacht seilen wir ab. So mies wie in dieser Wand ging es mir noch selten. Und umso schlimmer das Gefühl, dass die anderen wegen mir umkehren mussten. Am Ende kamen wir nur etwas über die Wandmitte.

Es ist wie es ist und das nächste Wetterfenster mit der nächsten Chance wird kommen.

Fitz Roy Ostwand

Fitz Roy Ostwand

Eisklettern Foto Shooting

Ein kurzes “Testshooting” mit David Schweizer in der Eisschlucht von Saas Fee. Viele gute Ideen machen diese Bilder abwechslungsreich und  sehenswert. Ein wahrer Meister seines Fachs.

www.davidschweizer.ch

Eisklettern in Canmore – The Real Big Drip


Diese Route hat uns viel Spass gemacht. Nach einer etwas brüchigen ersten Seillänge folgt eine geniale Eislänge und eine Super Mixed Länge an den riesigen Zapfen. Einmal mehr ein grosses Danke an die lokalen Kletterer -dieses mal mit Crista-Lee- die uns mitnehmen und die Freude am Klettern mit uns teilen.

fast geschafft

fast geschafft

Eisklettern in Canmore – Hydrophobia

An unserem dritten Klettertag in Folge fuhren wir in den sogenannten Ghost. Ein richtig kanadisches Abenteuer sollte es werden – wurde uns versprochen. Und tatsächlich blieb auch prompt der erste Truck im Eis des gefrorenen Flusses stecken. Nach zwei Stunden Flaschenzug gings dann weiter. Die eigentliche Kletterei ging dann ganz flott. Ein interdisziplinäres Abenteuer war das.

erfolgreiche Rettung

erfolgreiche Rettung

Eisklettern in Canmore – Nemesis

An unserem zweiten Klettertag kletterten wir den Klassiker Nemesis. Die ganze Bandbreite des Eiskletterns ist in diesem Eisfall abgedeckt. Das kompakte Softeis, eine Säule, Schneelinsen, Eispilze und steiles Röhreneis hielten uns auf Trab.

Allez!

Allez!

Eisklettern in Canmore (Kanada)

Nach einer langen Anreise via Weltcup Bozeman (USA) gelangten wir nach Canmore. Dieses liegt in den kanadischen Rocky Mountains. Unsere erste Eisroute war der Weeping Pillar. 360m senkrechtes Eis, riesige Eisbalkone, übergrosse Blumenkohlformationen und eine ordentliche Säule machen diesen Eisfall zu einem netten Abenteuer.

Morgensonne

Morgensonne

Sportklettern in Osso

Der kleine Klettergarten von Osso bietet einige schöne Riss- und Wandklettereien in allen Schwierigkeiten. Dank dem Lötschberg- und Simplontunnel lohnt es sich das Gebiet auch nur für einen Tag zu besuchen. Im Winter sind die Temperaturen ideal.

Vorgeschmack auf den Winter

Diese Fotos entstanden letzten Winter im Rahmen eines Shootings mit Radys. Zusammen mit vielen Eisletterfreaks hoffe auch ich auf kalte Temperaturen. Auf ein gelungenes und Unfallfreies Eisjahr 2015!

Mixed

Mixed

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