Die erste Woche in der Taghia haben wir hauptsächlich dem Wiederholen bestehender Routen gewidmet. Natürlich könnte dies auch eine ganzes Jahr füllen. Es gibt deutlich mehr Routen als im Führer sind. Der Fels ist meist stark verwittert und daher sehr scharf. Nach einigen Tagen ist Felix zu uns gestossen und Vera musste wieder zurück in die Schweiz.
Das faszinierende am Klettern in der Taghia ist auch, dass es einige cleane Routen gibt. Friends und Keile kommen häufig zum Einsatz. Die Bewohner des Dorfes sind sehr freundlich und eher zurückhaltend. Alles scheint hier ein bisschen ruhiger und gehaltvoller als andernorts. Regelmässig kommen Schlechtwetterfronten und machen das überqueren der vielen Bäche zur Herausforderung. Auch die Temperaturen sind wechselhaft. Je nach Wind friert man auch an der Sonne. Aber es gibt auch immer wieder Tage an denen es auch im Schatten genug warm zum Klettern ist. Immerhin ist das Dorf auf 2000m und die höchsten Gipfel fast 3000m. Im Moment hat es fast keine anderen Kletterer. Die vielen Einträge im Gästebuch zeigen, dass sich dies im April rasch ändern wird. Umso mehr geniessen wir es, die einzigen Touristen im Gebiet zu sein. In unserer Gite bei Abdulla Rezki werden wir zu jeder Tageszeit bedient (Manchmal sind wir erst um 21:00 zurück und stehen um 06:00 auf…).