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Mallorca 2009

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Nachdem das ursprüngliche Ziel, ein DWS-Segeltörn in Kroatien ins Wasser gefallen war, buchten Vera, Evelyn, Basil und Silvan einen Flug nach Mallorca. Die ersten 4 Tage wurde der Kopf in Cala Barques ordentlich gewässert. Es war sehr angenehm, nur etwa 30 Leute die am Beach4 biwakierten, dafür etwa 6 Slacklines! Morgenessen-Baden-Slacklinen-Mittagessen-Klettern-Wellenreiten-Abendessen-Slacklinen, kein schlechter Tagesablauf, oder?

Teilweise ist es sehr faszinierend was für Leute am Beach4 abhängen! Alkohol, Cannabis und Herumhängen hat hier oft einen grösseren Stellenwert als das Klettern selbst… Die Kletterei ist echt genial hier, bei einer maximalen Höhe von 10m muss niemand ums Überleben fürchten und es können getrost Routen am Limit versucht werden. Gratulation an Vera die ihre „Herkules“ tapfer punktete nachdem sie einige Abflüge von ganz oben unbeschadet Überstanden hatte. Silvan fiel 3 mal an den letzten Zügen vom „Snatch“ und hat nun einen guten Grund wiederzukommen, absolut geile Route mit Dynamo an Zweifingerloch.

Sintflutartiger Regen vertrieb die schweizer Gruppe in der Folge. Beim Rückzug vom Strand schloss sich noch Anders, ein Schwede an. Über zu Wildbächen mutierten Strassen kämpfte sich der zum Platzen gestopfte Fiat Panda tapfer zu den Burgfelsen von Felanitx. Dank der riesigen Grotte wurde hier ein trockenes Plätzchen gefunden. Die Kletterei ist allerdings nicht wahnsinnig hier, sogar die 6c ist gechippt! Einziger Lichtblick war ein Argentinier, der die Anwesenden mit Matee versorgte…

Am nächsten Tag erreichte der besagte Fiat Panda Les Perxes am Fuss der mallorqinischen Berge. Ein wunderschöner Klettergarten am Eingang eines wunderschönen und wilden Tales. Die Felsen trotzten der grossen Niederschläge und so nahm uns dieser Ort wie eine Arche auf. Mit einer Routenlänge von 15-20m und Schwierigkeiten von 7b bis 8c+ bietet dieses Gebiet dem Hardmover viele Möglichkeiten. Die Route Commando Madrid (8b) ist übrigens eine der besten Grottenklettereien die es gibt, 25m Strecke – 25 Züge!

Am zweitletzten Tag ging es kurz nach Alaro. Hier gibt es Sintersäulen soweit das Auge reicht, äusserst beeindruckend und extrem spassig!

Der letzte Tag gehörte dem DWSen in Porto Colom. Super Gebiet, viele 7a Routen, entspannte Sturzhöhen (5-10m) eine 35m 6b Traverse und ein Riesendach charakterisieren diesen  Spot.

Hei, Jungs und Mädels, danke für diese tollen Ferien, trotz schlechten Wetters wurde jeden Tag gelacht, geklettert und gelebt, Yeaah!

Wetterhorn Projekt fertig gebohrt!

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Ganz spontan hatte Peter am Mittwoch 23.09. doch noch Zeit für ans Wetterhorn und Silvan war erleichtert, dass die Fixseile nun doch noch vor dem Winter hinunterkommen. Peter dachte jedoch weiter und wollte unbedingt bis ganz oben. Um 11:00 war der letzte Umkehrpunkt erreicht. Peter bohrte noch Andys Länge in der Rot-Blauen Wand fertig und Silvan kämpfte sich diese mit immensen Rucksack hoch. Das anschliessende Neuland attackierte Silvan mit Begeisterung, gute Griffe, fester, oranger Fels mit langer Querung in Richtung eines Pfeilerkopfes. Aufgrund der Felsfarbe und der bevorstehenden Ferien heisst diese Länge nun easy-jet. Wie ein Jet startet Peter in die nächste Länge welche er in einer knappen Stunde auf einem weiteren Pfeilerkopf beendet. Dieser Stand befindet sich 10 Meter Gehgelände unter dem Gipfel! Ein unglaubliches Gefühl der Freude, Stolz und Erleichterung macht sich breit. Einen kurzen Augenblick lang darf sich ein kleiner Kletterer den grossen Helden und Pionieren ein bisschen nahe Fühlen, Yeahh!

Ein grosses Merci an das tolle Hüttenwartteam in der Glecksteinhütte und allen, die mitgebohrt, mitgetragen, mitgefiebert und mitgeschwitzt haben, ohne euch wäre das nie möglich gewesen!

Topo „Das Boot“

Das Klettergebiet Boot in La Neuveville am Bielersee ist eine Höhle mit etwa 10m Höhe. Es bietet exzellente Überhangkletterei an Sintersäulen und Stalaktiten. Entdeckt und eingerichtet wurde es von Loic, der viel Zeit in „seine“ Höhle investiert hat. Merci vielmals! Geschlagene Griffe gibt es hier übrigens nicht und das soll auch so bleiben, OK?!!! Bitte pass auf beim Zustieg und beim parkieren, es gibt sonst Ärger von den Anwohnern.

topo la Neuveville

Wetterhorn Projekt

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Vom 11.09.-13.09. war Silvan mit Fabio und Andy in der Glecksteinhütte zu Gast. Ziel war es, eine Route in der Wetterhorn Westwand zu eröffnen. Diese Wand ist bis anhin unbegangen. Bereits von weitem ist die unhomogene Felsqualität sichtbar, die Planung der Linienführung war dementsprechend mehr ein Kaffeesatzlesen. Erst als das Erschliesserteam unter der Wand steht, wird klar wie steil das Ding ist: Die Einstiegsplatten sind senkrecht und werden von Überhangzonen überdacht welche aus seltsamen weissen Felsen bestehen. Kurzum: Da hat sich wohl jemand etwas vorgenommen…

 Drei Wochen zuvor hat Silvan und Andy bereits die ersten 3 Längen eröffnet, alles in Wasser zerfressenem, perfekten Kalk. Als am 11.09. Fabio die 4. Länge beginnt, darf auch er in perfektem Kalk hochtänzeln. Die St. Gallerplatte ist geboren. Für die nächste Seillänge ist dann Silvan an der Reihe. Keine leichte Aufgabe, der frontal Angriff auf den Überhang scheitert kläglich, zu schwer, zu sandig, zu brüchig, zu schwach… Also wird auf die Verschneidung links ausgewichen und oberhalb der steilsten Stelle wieder nach rechts gequert. Spezieller Fels hier, so was haben die Erschliesser noch nie gesehen: sandig-schiefriger weisser Fels mit riesigen Löchern wie Emmentalerkäse. Aufgrund der Exponiertheit, Schwierigkeit und des unzuverlässigen Felsens heisst diese Länge nun UiUiUi-Quergang (O-Ton Silvan: „UiUiUi Fabio, jetz muesch ufpasse“).

Am nächsten Tag, 12.09. steigt Fabio weiter nach rechts in eine brüchig scheinende Verschneidung (sie ist bei genauerer Betrachtung nur leicht brüchig ;-)). Nach 2 Stunden ist dann auch die OLMA- Verschneidung eingerichtet.

Am 13.09. verabschiedet sich Fabio und Silvan macht sich mit Andy an den zunehmend physischen Zustieg. Nach einigen Ausbesserungen durch Silvan darf Andy die rot-blaue Wand in Angriff nehmen. Nach einem fraglichen Runout im unteren und 4 Abflügen im oberen Teil ist dieses Hindernis nach 2.5 h besiegt.

Es scheint, dass der Gipfel in 3 weiteren Seillängen zu erreichen wäre, aber eines ist sicher: die Wand bleibt überhängend :-()

Das Abseilen, stets freihängend und im Nebel ist Heute besonders Psycho, nach 3 Tagen ist die Erschöpfung gross, aber beim Abstieg wird eines schnell klar: We will be back!!!

Topo Gaicht

Es existiert nun ein Topo vom Klettergebiet Gaicht am Bielersee. Hier der O-Ton des Erschliessers zum Zugang: „Das Gebiet ist vom Zugang her unterhalb des Plateaus von Gaicht zu finden, der Zugang ist bei dem Häuschen schräg (ostwärts schräg) vis-à-vis ein bisschen versteckt bei einem kleinen Findling mit einem roten (und darübergemalten blauen) Punkt. Danach gehts leicht kurvig südwestwärts und bei der Geländekuppe nach rechts, einem kleinen Felsband entlang, dann direkt nach unten, zwischen Wurzelwerk und umgerissenen Bäumen über einen solchen letzteren nach rechts wiederum unter ein massiveres Fesband und selbigem entlang (50m) bis zu einem „Chlack“, welcher unmittelbar mithilfe eines roten Seils zum Kommissär Bärlach und der minimen Hochebene des Klettergebiets Gaicht führt.“

Nachtrag zum Topo: Die Route 16 heisst „ici c’est bienne“ 7B, der blaue charon ist mit 8a+ zu bewerten und der knockout-warrant hat sich auf 8a eingependlet (wegen neuen Methoden).

Vielen Dank an den Erschliesser Hans-Christian Leiggener!

topo gaicht

Deep Water Soloing (DWS) Thunersee 16.08.09

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Hier gibts das TopoSundlauenen

Nachdem Silvan letztes Jahr einige Routen in Sundlauenen erstbegehen konnte, war es bei der heutigen Hitze definitiv Zeit, mal wieder vorbeizuschauen. Am Start die Affenkolonie aus Biel. Mit Gummiboot und Surfbrett wird den Felsen auf den Leib gerückt. Zur Überrraschung hat jemand eine neue Route angeschrieben (Wasser des Lebens, 6a). Tom konnte dieser Linie leicht rechtshaltend bis unter den brüchigen Überhang folgen (ca.5m). Weiter siehts eher schwieriger aus, wahrscheinlich könnte man nach Rechts in die Shit Happens queren. Die im Interlakner Topo mit 7b angegebene Laktator ist wohl von Silvan zu definiert versucht worden. Wenn man alle Griffe findet und oben leicht nach rechts quert wohl eher 7a. Superschöne Route mit Knobs!

Ausstieg vom Laktator
Ausstieg vom Laktator

Nach einer ordentlichen Grillsession ging es Abends weiter drüben zum Überhang. Der Start an der grossen Schuppe ist garstig und der weitere Quergang nach rechts pumpig! Andy konnte das Ding schliesslich bis ins einfache Gelände queren und von einem Absatz gut abspringen. Inspiriert durch die Medien heisst die Linie SOMALIA RULES, Vorschlag 7c (Routenverlauf  Rot eingezeichnet). Ein Dynamoprojekt gleich links der Schuppe ist vielversprechend!

Somalia Rules, 7c
Somalia Rules, 7c

Es hatte bereits einige Chalkspuren und  der Fels scheint sauberer zu sein, offenbar wird hier tatsächlich manchmal geklettert, schön!  Tom war am Samstag in Iseltwald. Auch dort waren Sie nicht die einzigen die ein Boot zum klettern mieten wollten. Allerdings hat die Frau von der Bootsvermietung scheinbar ein Problem damit und stellt sich quer. Es empfiehlt sich daher auch in Iseltwald mit Gummiboot anzureisen!

Falls jemand selber was neues gemacht hat am Thuner oder Brienzersee soll er doch Silvan mailen. Die Idee wäre auf der Seite mal ein neues Topo übers DWSen im Oberland aufzuschalten!

Zustiegsinfos und Topos gibts auch im Interlakner Kletterführer.

Göschenen, Jack Daniel 6. 8.09

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5.26 Bahnhof Busswil: Mit dem ersten Zug ging es Richtung Bern, wo Uli schon in der Unterführung wartete. Um 8.50 kommen wir in Göschenen an. Das Postauto war schon fast voll mit reservierten Plätzen und trotz GA mussten wir einen Zuschlag bezahlen. Ist doch eine Frechheit!!! Ohne Sitzplatz erreichen wir schliesslich um 9.15 die Voralpkurve.

Die Zustiegsskizze im Topo ist lausig, weshalb die angegebenen 30 Minuten schon bald erreicht waren. Mit einer wackligen Aluleiter überquert man den Fluss und folgt den roten Markierungen Richtung Sandbalmhöhle. Der Höhleneingang ist deutlich kleiner als gedacht und das Licht der Stirnlampen verlor sich in dem niedrigen Gang. Selbst ich musste mich ganz schön bücken…  Wenn man ohne Pause und Irrwege läuft, sollte man die gemütliche Höhle in etwa 45 Minuten erreichen. Hier genossen wir die Aussicht auf den Salbit und sortierten unser Material.

Um 11.10 begann Uli mit der ersten Seillänge (6a) welche am linken Rand beginnt und nur sehr kurz ist. Das Hakenmaterial schreckt ziemlich ab! So sicherte Uli den Stand zusätzlich mit einem Friend ab. Die nächste Länge nahm ich in Angriff.  An einer genialen Flake entlang komme ich an eine glatte Wand. Beim anstehen zu einem weiten Seitwärtszug rutsche ich ab. Die Haken halten also doch… Am Stand erwarteten mich neue Inoxplättchen mit üblichen 10er Bolzen. Erleichtert konnte ich somit nachsichern. Uli rupfte die delikate 7b+ gleich durch. Weil er aber die Anaerobe Stufe längst erreicht hat, stieg ich nochmals eine Länge vor. Die folgende 7b+ ist sehr mühsam. An der Dachkante scheiterte ich und stürzte in einen Keil. Die Friends wollten einfach nicht passen. Schliesslich setzte ich ihn in den Griff. Leider stürzte auch Uli bei dieser Passage. Jetzt ist erstmals eine kleine Pause angesagt. Glatt und drückend präsentiert sich die vierte Länge (7c). Uli startet den Onsight-Versuch. Fünf Meter traversiert man an einem Riss nach Links. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten um Friends zu setzten. Mit einem Mantel kommt man in die drückende Schlüsselstelle. Nur knapp scheitert Uli beim schnappen auf eine kleine Leiste. Der folgende Dynamo gelingt ohne Probleme und im schwärmen über die genialen Züge gelangt er zum Stand. Am gleichen Zug falle ich ins Seil, die nächste Stelle bereitete mir aber mehr Mühe. Die nächste Länge (7b+) ist lustig und gelang uns beiden auf Anhieb.  Ist eher einfacher als angegeben. Nun wären wir also schon bei der letzten Länge angelangt. Ein breites Grinsen setzt sich über unsere Gesichter. Etwa 12 Meter lang ragt diese Slooperige Granitsäule über uns. Das freut sich der Boulderer! Voller Elan patschte und hookte ich mich hoch und falle kurz vor einem riesigen Untergriff. Der ins unermessliche gestiegene Laktatwert  erholt sich nur langsam.  Es geht noch knapper. Uli fällt beim Flashversuch einen Meter vor dem Stand und schreit den Ärger ins Tal. Im nächsten Versuch klappt es bei mir trotzt steigender Müdigkeit. Zwei weitere Versuche später hat auch Uli das Teil in der Tasche. Obwohl diese Länge unseren Vorlieben entspricht ist sie für 7c+ doch eher mild bewertet. Schnell seilen wir nun bis zur 7c Länge ab und platzieren die Expressen. Nach dem Motto „eine hei mir no gäng gno“ mobilisiert Uli seine letzten Kräfte und punktet auch diese Länge. Für weitere Versuche reicht die Zeit nicht mehr. Glücklich erreichen wir die Höhle fast sieben Stunden später.

Beim Rückweg mussten wir Trampen da die Postautos nicht so lange fahren. Nicht mal 3 Minuten standen wir an der Kurve als ein VW Bus hält. Der freundliche Zivi und freischaffende Musiker nahm uns sogar bis Luzern mit. Vielen Dank!!!

Hoffentlich kann ich schon bald wieder kommen um diese herrliche Route zu punkten!  Da die Wand den ganzen Tag im Schatten ist, eignet sie sich für heisse Sommertage.

Hier noch die wichtigsten Infos:

– Topo unter www.annaenrich.ch

– 50 M Einfachseil und 50M Halbseil zum abseilen

– Stirnlampe für Höhle

– Ein paar wenige Friends für die Länge 3 + 4

– Alle Stände sind saniert, dazwischen sind aber meistens ältere Haken. Abseilen von 5. stand zum 3ten, und vom 3ten zur Höhle.

Val di Mello/Masino 09.-12.07.09

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Kurztrip mit Andy ins Yosemite Europas. Eindrückliche Kulissen, begeisternde Risse, angsteinflössende Platten und gechippte Base Climbs lassen die Vielseitigkeit des Klettersports auf engstem Raum zelebrieren.

Für nähere Infos zu den Routen die wir geklettert sind wurde ein Gipfelbucheintrag verfasst.