Archiv der Kategorie: Expeditionen / Trips

Eine lange fahrt durch die Wüste

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Auf unseren Abschied in Zion folgte eine lange Autofahrt durch die Wüste. Als wir unser Auto mieteten, erhielten wir Karten von Kalifornien, Utah und eine von Nevada. Letztere enthielt aber nur einen Stadtplan von Las Vegas. Als ich nach eines Nevada- Karte fragte erntete ich nur schmunzeln: „there`s is only dirt outside Las Vegas, you don`t need a map!“ Und genau so war es dann auch. Wir fuhren 6 Stunden durch dirt (bereichert durch ein Gefängis, einen geheimen Luftwaffenstützpunkt und ehemaliges Atombombentestgelände). Am Ende der Wüste steht der Boundary Peak, ein kahler 4000er und kurz vor dem Yosemite der Mono Lake, ein riesiger Salzsee, der immer mehr austrocknet und voll mit Vogelkacke ist. Trotzdem strahlt dieser Ort eine fast unheimliche Ruhe aus, wie wir sie noch nie an einem Ort erfahren haben.

USA Trip gestartet: Zion Nationalpark

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Unser Flugzeug landete in der Wüste von Nevada, 20 Stunden nachdem wir Biel verlassen hatten. Bereits am Flughafen von Las Vegas war alles voll mit einarmigen Banditen und auch unser Taxichauffeur war ein Bandit: Wechselgeld wollte er keines geben, 25% Trinkgeld sei für Las Vegas eher wenig… Die Klimaanlage surrte uns durch die Nacht. Am nächsten Tag holten wir unser Mietauto und waren heilfroh, die Stadt verlassen zu können, in der alle Bewohner dem Besucher das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Eine dreistündige Autofahrt durch die Wüste brachte uns in das hübsche Springdale, ein Tourismusstädtchen am Südeingang des Zion National Parks. Die Landschaft hat uns fast umgehauen. Überall stehen riesige, rote und abstrakte Felstürme. Obwohl in der Wüste gelegen, sind die sanften Hänge in Talnähe mit grünen Bäumen bewachsen und der Virgin River führt auch jetzt noch Wasser. Leider ist das Gefühl der Einsamkeit nicht gerade ausgeprägt. Täglich fahren hunderte Autos und Riesige Camper durch die Strasse im Nationalpark.

Die Kletterei hingegen darf getrost als wild bezeichnet werden: Der Sandstein macht seinem Namen alle Ehre und die wenigen Bohrhaken sind höchstens 8mm und wohl nach wenigen Jahren „weg-erodiert“. Ausserdem scheinen die Erschliesser hier auch nicht gerne lose Blöcke wegzuräumen, eine kleine Unaufmerksamkeit beim Abseilen genügt und schon fliegen uns riesige Felsblöcke um die Ohren! Auch beim Vorsteigen läuft die Adrenalinausschüttung auf Hochtouren: Die nicht immer perfekten Risse nehmen den Friend mit einem unheimlichen Sandgeknirsche auf worauf dann der wegbrechende Tritt 3m später Angstzustände auslösen kann, Yeahh! Inzwischen halten wir uns an die häufiger begangenen Routen, wo alles ein bisschen entspannter scheint: Zum Beispiel der Shunes Buttress ist der absolute Wahnsinn. Auf 150m Verschneidungs- und Kaminkletterei folgt ein ausgesetzter, teilweise überhängender 90m Riss durch eine glatte Wand, unglaublich!

Inzwischen sind wir am Planen wie wir ins Yosemite Valley kommen, was ja eigentlich unser Hauptziel ist.